Novavax & Valneva – ein Vergleich

Die Vakzine von Novavax und Valneva weisen Unterschiede auf

Alexandra Negt erinnert auf der Webseite https://www.apotheke-adhoc daran, daß viele auf einen Totimpfstoff gewartet haben.
Sie schreibt, Nuvaxovid von Novavax sei seit Ende Dezember offiziell in der EU zugelassen und soll ab Ende Januar ausgeliefert werden und für den Impfstoff von Valneva soll es voraussichtlich im ersten oder zweiten Quartal grünes Licht geben.
Viele hätten auf die Zulassung eines Totimpfstoffes gewartet, weil die Technologie seit langem bekannt ist.
Aber aus der Wissenschaft komme für die Einstufung von Nuvaxovid in die Gruppe der Totimpfstoffe Kritik.
Aus ihrer Sicht der Vergleich:

Nuvaxovid
Nuvaxovid (Novavax) sei ein rekombinanter Proteinimpfstoff: „Die Antigene sind gentechnisch hergestellt und basieren auf einer Nanopartikel-Technologie. Als Wirkverstärker ist ein Adjuvans auf Saponin-Basis zugesetzt. Bei rekombinanten Proteinen handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Eiweiße, die entweder mit gentechnisch veränderten Organismen oder mit transfizierten Zellkulturen hergestellt worden sind. Im Fall von Nuvaxovid erfolgt die Herstellung der Proteine mit Hilfe eines Baculovirus und Mottenzellen“.
Das geschehe folgendermaßen:

Schritt 1: Dem für den Menschen ungefährlichen Baculovirus wird ein Gen zur Produktion des Spikeproteins eingefügt.
Schritt 2: Eine Zellkultur von Mottenzellen wird mit dem veränderten Baculovirus infiziert.
Schritt 3: Die Mottenzellen produzieren das Spike-Protein.
Schritt 4: Die Spike-Proteine schließen sich selbstständig zu Spikes zusammen, die dann „abgeerntet“ werden können.
Schritt 5: Die Spikes werden zu Nanopartikeln „geformt“, die die Struktur von Sars-CoV-2 nachahmen.
Schritt 6: Zugabe eines Adjuvans auf Saponin-Basis. Dieses reizt das Immunsystem, sodass der Körper auf die Nanopartikel aufmerksam wird.

Valneva
Beim Impfstoff von Valneva hingegen liege ein Ganzvirusimpfstoff vor, so Alexandra Negt: „Das heißt , dass der französische Hersteller das gesamte Virus zur Herstellung des Impfstoffes nutzt. Natürlich sind die enthaltenen Viren attenuiert („abgetötet“) und nicht mehr vermehrungsfähig – ein Totimpfstoff eben. Zur Wirkverstärkung ist das Adjuvans CpG 1018 (von Dynavax) und Aluminium beigefügt. Valneva führt aktuell klinische Phase-III-Studien zu zwei unterschiedlichen Impfstoffkandidaten durch: VLA2002 und VLA 2101.“

Sie verweist im Artikel darauf, daß der Begriff „Totimpfstoff“ uneinheitlich genutzt werde und einige Wissenschaftler die Einordnung von Nuvaxovid zu der Grupper der Totimpfstoffe kritisch sehen, denn dem „Impfling“ werde kein „Vollvirus“ gespritzt. Deshalb sei eine zu erwartende breitere Immunantwort bei Nuvaxovid ausgeschlossen. Das Robert Koch-Institut (RKI) habe sich aber dennoch für die Einstufung von Nuvaxovid in die Gruppe der Totimpfstoffe ausgesprochen.
Und ob eine breitere Immunantwort bei Valneva erzielt werde, müssten erst weiterführende Studien zeigen.

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