Goldene Ehrennadel für Alfred Dagenbach

Für 30 Jahre im Gemeinderat vom Städtetag geehrt

Am Schluß der Gemeinderatssitzung vom 19. Dezember 2019 würdigte Oberbürgermeister Harry Mergel langjährige Stadträtinnen und Stadträte.
Ob Mergel: „Ich denke, die Ehrungen, die wir heute vollziehen, sind ein gutes Vorbild für die 14 Neuen, die dieses Jahr erstmals in den Gemeinderat gewählt wurden. Wenn Sie dann in 20 Jahren zu den Ehrenden gehören wollen, dann heißt es durchhalten und natürlich noch drei Wahlen gewinnen. Wir haben allerdings heute auch vier Ehrungen für 25 Jahre und sogar eine für 30 Jahre – großen Respekt!“
Diese alle hätten in den vergangenen beiden Jahrzehnten und darüber hinaus dazu beigetragen, das Profil Heilbronns als starken Wirtschaftsstandort und als Bildungs- und Wissensstadt, aber auch als weltoffene und lebensfrohe Stadt zu stärken, ließ er wissen.
Sie alle hätten auf Ihre Art dazu beigetragen, dass Heilbronn in diesem besonderen Jahr, dem BUGA-Jahr 2019, so positiv wahrgenommen wurde: „Wir haben es ja gerade nochmal eindrucksvoll gesehen. Das war nicht immer so! Dabei hatten Sie in den vier, fünf oder sechs Amtszeiten, die Sie nun im Gemeinderat vertreten sind, gewichtige Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die teils prägenden Charakter für viele Jahrzehnte haben. Um Ihnen nur einige dieser Beispiele zu nennen: Verkehrspolitisch war sicher der Ausbau der Stadtbahn eine solche Weichenstellung mit langfristiger Wirkung; bildungspolitisch die Einführung des Heilbronner Weges mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen oder die Anschubleistungen für den Bildungscampus, wirtschaftspolitisch die Entwicklung des Zukunftsparks Wohlgelegen, kulturpolitisch das Ja zur Kunsthalle oder das Ja zur Bibliothekserweiterung oder auch zum Literaturhaus. Und last but not least: Die Grundsatzentscheidung für die BUGA hat unsere Stadt nachhaltig verändert. Natürlich galt es, wie auch heute bei der anderen Entscheidung, die Machbarkeit dieses Jahrhundertprojekts sorgfältig abzuwägen, weil wir wollten kein „finanzielles Harakiri“ riskieren, wie es mein Vorgänger formuliert hatte. Ich denke, das ist uns auch gelungen. Sie alle, haben damals für dieses Projekt gestimmt und dürfen nun umso stolzer auf dessen Erfolg sein“.
Dies sage sich so leicht, aber all diesen Entscheidungen, das hätten auch die Neuen schon gespürt, gehen langwierige Diskussionen, Drucksachenstudium, Vor-Ort-Besuche und vieles mehr voraus. Jede einzelne Entscheidung erfordere einen hohen persönlichen Einsatz, erfordere Zeit, Energie, manchmal auch Nerven und gelegentlich stößt auch die Frustrationstoleranz an ihre Grenzen: „Ratsarbeit ist Kärrnerarbeit, ist ein Ringen um die besten Lösungen, manchmal aber auch nur die besten Kompromisse; denn selten sind die Dinge so einfach, dass man es allen recht machen kann. Das gilt es auszuhalten und auch nach außen zu vertreten. Wer auch immer uns weismachen will, dass es einfacher geht, verdreht die Tatsachen, diskreditiert unser politisches System und gefährdet damit unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung“, so OB Mergel.
Beginnen wir jetzt die persönlichen Ehrungen mit denjenigen, die seit 25 Jahren dem Gemeinderat angehören, es handelt sich hierbei um eine städtische Ehrung. Anschließend dann die Ehrung für 20 und 30 Jahre durch den Städtetag Baden-
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Geehrt wurden zunächst Stadtrat Herbert Burkhardt für 25 Jahre im Heilbronner Gemeinderat, dann Eugen Gall und Marianne Kugler-Wendt für denselben Zeitraum.
Alexander Throm stabd dieselbe hrungb zu- Weil er nicht da war, wurde dies im Januar nachgeholt.
Sie alle erhilten eine Flasche Heilbronner Bürgerwein.
Für 20 Jahre Aushalten im Gemeinderat ehrte OB Mergel schließlich Thomas Aurich und Nico Weinmann.
Neben dem Bürgerwein erhielten sie die Silberne Ehrennadel des Städetags.
„Wir kommen nun zu demjenigen, der 30 Jahre hier im Bunde ist. Alfred Dagenbach, der Letzte im Bunde eines hervorragenden Jahrgangs“, erklärte OB Mergel schließlich.
Weiter: „Die legendären 1989’er. Der damals frisch gewählte Gemeinderat, immerhin mit dabei auch Innenminister Strobl, Ehrenringträgerin Sibylle Mösse-Hagen, Helga Drauz damals auch dabei, und natürlich
auch noch ich. Daher war Herr Stadtrat Dagenbach für mich von Anfang an ein Sparringspartner. Wir waren selten einer Meinung, müssen wir auch noch sagen. Aber ich habe großen Respekt vor Ihrem Fleiß und Ihrem Pflichtbewusstsein in Bezug auf die Ratsarbeit. Ich denke, das können wir ihm bestätigen. Auch als Ein-Mann-Betrieb immer hervorragend und gut vorbereitet und in den Themen fest verankert.
Von uns, das kann ich auch sagen und von der Verwaltung auch, vor allem wegen der Vielzahl von Anfragen gefürchtet. Das nicht nur in Zeit der Haushaltberatungen, wo wir auch schon einige Sträuße ausgefochten haben. Der Ruf als „Enfant terrible“ der Heilbronner Kommunalpolitik war für Sie daher eher ein Kompliment als Schmach; einer der streitbarsten Köpfe des Heilbronner Gemeinderats. Nun sind Sie einer der ältesten im Ratsrund, aber das kann man sagen, kein bisschen leise. Im zurückliegenden Jahr, das habe ich mit großen Respekt verfolgt, sah man Sie auch öfter in pink, einer Farbe, die man Ihnen weniger zutraut. Aber als BUGA-Freund stand Sie Ihnen ausgezeichnet. Ich darf Ihnen die Verdienstmedaille des Städtetags Baden-Württemberg in Gold mit einer Ehrenurkunde und Bürgerwein überreichen.
Die Anderen bekommen dann auch hier vorne Ihren jeweiligen Urkunden beziehungsweise Ihr Geschenk. Herr StR Dagenbach Ihnen auch nochmal herzlichen Dank für alles, was Sie bisher für unsere Stadt getan haben.“

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