Gute Noten für Kliniken in Baden-Württemberg…

logo-gesundheit… aber schlechte Ränge für die SLK-Kliniken

Da helfen auch Ausflüchte nichts, wie: das Ranking sei nicht repräsentativ. Bei über 40.000 befragten Patienten mutet es doch recht seltsam an, wenn ausgerechnet die Patienten der SLK-Kliniken sich allesamt geirrt hätten. Die SLK-Kliniken gehören der Stadt und dem Landkreis Heilbronn. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Sie belegen hintere Plätze, wie das Ergebnis einer großen Patientenbefragung offenbart, die von der Techniker-Krankenkasase zum fünften Mal durchgeführt wurde. Den schlechtesten Wert bekam das Krankenhaus Brackenheim, das vom Management am liebsten ganz geschlossen würde. Es schloß mit dem fünftschlechtesten Ergebnis ab. Die Plattenwald-Klinik in Bad Friedrichshall schaffte  den Rang 105 und auch die Klinik am Gesundbrunnen lag mit einer Patienten-Zufriedenheit von 73,4 Prozent weit unter dem Landesschnitt von 80,6. Im Vergleich dazu kam die Bad Rappenauer Vulpius-Klinik auf Rang 8. Es ist jetzt Ursachenforschung zu betreiben, denn dem Personal kann das schlechte Abschneiden nicht angelastet werden.ö

Dagegen sind die Patienten in Baden-Württemberg mit ihren Krankenhäusern eigentlich überdurchschnittlich zufrieden.

Rund 60 Prozent der insgesamt 40.530 Befragten aus Baden-Württemberg beantworteten 41 Fragen zu insgesamt fünf Themenbereichen – vom Behandlungserfolg über die Zuwendung und Pflege durch das Personal bis zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem Krankenhaus. Alle Antworten wurden von der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) ausgewertet und führten zu einer detaillierten Bewertung von 112 Krankenhäusern und 246 Fachabteilungen. Diese Bewertung ist wesentlicher Bestandteil des TK-Klinikführers, der im Internet für jedermann zugänglich ist.

In allen fünf Qualitätsdimensionen liegen mehr Krankenhäuser im Südwesten über als unter dem Bundesdurchschnitt. Vor allem jedoch mit dem Behandlungsergebnis sind die Baden-Württemberger sehr zufrieden. Hier liegen 70 Prozent der Kliniken über dem Bundesdurchschnitt. Von den Fachabteilungen erzielten Geburtshilfe, Gynäkologie und Innere Medizin die besten Werte bei der allgemeinen Zufriedenheit. „Das Befragungsergebnis zeigt die hohe Leistungsfähigkeit der Kliniken in Baden-Württemberg“, sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. „Im Urteil der Patienten leisten Ärzte und Pflegepersonal ganz überwiegend hervorragende Arbeit.“

Bemerkenswert ist die überaus positive Bewertung der Universitätskliniken in Baden-Württemberg. Im bundesweiten Vergleich mit anderen Unikliniken erzielen sie deutlich bessere Werte – nach Einschätzung der TK ein klares Indiz für die hohe Qualität der Spitzenmedizin in Baden-Württemberg. Aber auch die kleineren Krankenhäuser mit bis zu 300 Betten schneiden im Patientenurteil besonders gut ab. „Aus dem Urteil der Patienten lässt sich jedenfalls nicht schließen, dass kleine Krankenhäuser in Baden-Württemberg keine Zukunft hätten“, betonte Vogt. „Wenn sich kleine Krankenhäuser im ländlichen Raum auf die Grundversorgung konzentrieren, haben sie gute Zukunftsaussichten.“

Doch bei aller Wertschätzung – die Umfrage brachte auch Schwächen zum Vorschein. Defizite gibt es offenbar bei einigen Fachabteilungen im Bereich „Organisation und Unterbringung“. Dies gilt besonders für die Geburtshilfe und die Chirurgie. Generell werden im baulich-organisatorischen Bereich alle größeren Krankenhäuser mit mehr als 600 Betten von den Patienten überwiegend kritisch beurteilt.

„Hier sind zum einen die Krankenhäuser selbst gefordert. Über die Unterstützung bei der Finanzierung der Investitionskosten steht aber auch die Politik in der Verantwortung“, so der Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Zwar erkenne auch die TK an, dass die Landesregierung für die Förderung der Krankenhausinvestitionen in Baden-Württemberg mehr Geld ausgibt als viele andere Bundesländer. „Aber es ist an vielen Stellen nicht genug, um den Erwartungen der Patienten an ein modernes und patientengerechtes Krankenhaus gerecht zu werden.“

Die Ergebnisse der Patientenbefragung bilden die Grundlage für den TK-Klinikführer im Internet. Zudem gehen in den Klinikführer Informationen aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser ein. Damit können sich alle Interessierten aus verschiedenen Perspektiven einen Überblick über die Leistungen der Krankenhäuser verschaffen und Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Klinik erhalten.

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